Verenas Blog
in Wohlgefühl gekleidet*zu jeder Zeit
„Man ist immer so alt, wie man sich fühlt“ – mir scheint, als bekämen wir diesen Spruch prozentual zum Ansteigen der Lebensjahre immer häufiger zu hören. Sicherlich soll er aufmuntern und dem Älterwerden die Dramatik nehmen. Auch das gut gemeinte „Generation 50+“-Schlagwort und der Stempel der„Bestager“ zielen wohl in diese Richtung. Wann ist denn wirklich das beste Alter? Das können wir im Grunde doch nur im Nachhinein beurteilen. Ich bin der Meinung, es sollte besser NO AGE heißen. Das klingt gleich wesentlich charmanter – und auch zeitloser…
Selbst wenn man im Laufe eines erfüllten und langen Lebens konsequenterweise alt wird (was die meisten von uns ja eigentlich auch wollen…): Es ist nicht immer einfach, das Geburtsdatum im Pass mit sich und dem eigenen Lebensgefühl in Verbindung zu bringen.
Ehrlich gesagt, ich selbst fühle mich sehr oft wie maximal 33– keinen Tag älter, eben NO AGE!
Und trotzdem: Kleiden möchte ich mich jetzt ein wenig anders… Wollte ich damals einen flachen Bauch und viel Figur zeigen, trage ich heute lieber die „lässigere“ Variante. Zum Beispiel mag ich länger geschnittene T-Shirts und Tanktops, die meine Nieren bedecken - ebenso wie Hosen, die Bewegungsfreiheit zulassen und trotzdem eine gute Figur machen.
Wenn ich bei meiner Arbeit als Kostümbildnerin mit Schauspielerinnen zu tun habe, die bereits reicher an gelebter Zeit sind, höre ich natürlich auf ihre persönlichen Wünsche, was Stofflichkeit und Schnitt der Film-Kostüme betrifft. Diese Kleidung unterstützt sie in ihrer Rolle und in ihrer Ausstrahlung – und dann fühlen sie sich wohl – lebendig und authentisch.
Genau diesem ästhetischen Prinzip bleibe ich auch in meiner Arbeit als Designerin treu: Es liegt mir besonders am Herzen, dass jede der Kollektionen Teile enthält, in denen sich NO AGE- Persönlichkeiten (vor allem die Damenwelt) wohl und attraktiv fühlen.
Diese Tops, T-Shirts, Hosen und Jacken unterstützen die Vorzüge der einzelnen Figur – und sind zugleich wunderschön, praktisch und tragbar, auch für einen Körper, der Kinder geboren hat, dem man die Lust am Leben ansieht oder der es einfach gerne warm um die Körpermitte hat.
Das Tanktop Ana, das T-Shirt Carolin, unsere Langarm-Shirts, die Hosen Cindy, Anastacia, Cera und Charlie und die Jacke „Amba“ sind solche Garanten zum Wohlfühlen in Bewegung.
Für mich steht fest: Ich liebe das Leben und dazu gehört eben auch das Älterwerden. Yoga hält den Geist beweglich und lässt meinen Körper fit, gesund und lebendig bleiben. Und das Zitat der Schauspielerin Michelle Pfeiffer, 50 sei die neue 30, passt ebenfalls zum heutigen Lebensgefühl. Doch ganz egal ob 30, 50 oder NO AGE: Passend angezogen fühlt man sich einfach – wohl.

Vielen Dank an Renate für diese tollen Fotos!
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2007: Ein Traum wird wahr
Schon als ich Ende der 80er Jahre auf der Meisterschule für Mode studiert habe, träumte ich davon, eines Tages eine eigene Kollektion auf den Markt zu bringen. Bis es soweit war, vergingen dann aber noch fast 20 Jahre – zwischenzeitlich arbeitete ich hauptberuflich als Designerin für Sportbekleidung und als Kostümbildnerin beim Film (u.a. für den Tatort und diverse Kinofilme).
Der Filmbranche bin ich bis heute treu, doch 2007 ist etwas Neues dazugekommen: Mein „Baby“ Kamah (sanskrit, übersetzt: Liebe, tiefe Hingabe) wurde geboren. Mit der Gründung der Firma für Yoga- und Wohlfühlkleidung erfüllte ich mir endlich den lange gehegten Traum. Seither produziere ich – zusammen mit einem Team von sechs fest freien Mitarbeitern und einem Freundes-Stab von „helping hands“ – jährlich ein bis zwei Kollektionen wunderschöner Yoga- und Freizeitkleidung aus hochwertigen, weichen und anschmiegsamen Stoffen.
2007 ging Kamah mit einem Novum auf den Markt: Yogakleidung für Männer. Mir war aufgefallen, wie stiefmütterlich Männer bei der Yogakleidung behandelt werden. Das wollte ich ändern! Deswegen gibt es bei Kamah in jeder Kollektion mindestens 10 Hosen, Jacken und Shirts für die wachsende Zahl männlicher Yogafans. Ebenso wie die weibliche Kollektion ist auch die Männer-Kleidung in dezenten, ruhigen Farben gehalten (in Leuchtfarben lässt es sich einfach nicht gut zur Ruhe kommen, finde ich) und ist energetisiert durch aufgestickte oder –gedruckte Mantren.
Die Produktionsphilosophie: „Wir alle sind verantwortlich für die Welt, in der wir leben“
Neben der Ästhetik des Designs legen mein Team und ich bei allen Kamah-Produkten besonders viel Wert auf das Thema Nachhaltigkeit. Verwendet werden z.B. natürliche Baumwolle und Bambus-Viskose, die unter Ökotex-Standard-Bedingungen verarbeitet werden. Die Kollektionen der Marke werden bewusst in Europa entwickelt und produziert. So bleiben die Wege kurz und der „CO2_Footprint“ gering. Zudem wird der Produktionsstandort Europa unterstützt und Handwerkstraditionen bleiben erhalten. Kreativpool, Atelier und Design meiner Firma befinden sich in München. Die Umsetzung der Ideen entsteht in Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Italien, Frankreich und der Türkei. Die Fertigung erfolgt nach den festgelegten Fair Trade-Richtlinien.
Nachhaltigkeit: Soziales und umweltbewusstes Handeln sind der Grundgedanke von Kamah
Auf die Verarbeitung petrochemisch erzeugter Stoffe verzichtet Kamah komplett; stattdessen setzen wir auf die Funktionen natürlicher Fasern. Die Verwendung natürlicher Rohstoffe, welche umweltschonend verarbeitet werden, entspricht unserer Auffassung von Achtsamkeit: Schwindende Ressourcen werden geschützt, außerdem profitiert die Gesundheit der Menschen.
Denn: Ich bin der festen Überzeugung, dass es am besten für die Haut ist, wenn ausschließlich hautverwandte Materialien an sie herangelassen werden. Mit Polyester würde ich niemals arbeiten. Deswegen werden in den Kamah-Kollektionen hauptsächlich Baumwolle mit Elasthan-Anteil und andere natürliche Materialien verarbeitet. Seit 2009 nutze ich außerdem vermehrt ein ganz besonderes Material: Bambus. Er gilt als der schnellste nachwachsende natürliche Rohstoff, da die Pflanzen sehr genügsam und robust sind. Außerdem stellten Experten fest, dass die Bambusfaser in Sachen Feuchtigkeitstransport der Polyester-Microfaser kaum nachsteht. Darüber hinaus ist Bambus-Viskose durch seine glatte und weiche Oberfläche sehr gut geeignet für Menschen mit sensibler Haut und wird daher sogar von Hautärzten empfohlen.
Um optimale Qualitäten zu garantieren und den Gedanken der Nachhaltigkeit zu gewährleisten, entscheidet sich Kamah bewusst für eine Fertigung in kleinen Betrieben, in denen auf eine sorgfältige Verarbeitung und Qualität nach Ökotex-Standard geachtet wird. Herstellung und Veredelung der Produkte sind somit schadstoffarm, nickelfrei und so schonend wir möglich.
Auch soziales Engagement liegt mir sehr am Herzen: Mit meinen Kollektionen unterstütze ich eine Klosterschule für tibetische Flüchtlingskinder in Südindien. Pro verkauftem Kleidungsstück spendet Kamah einen Euro, um die traditionelle Ausbildung der Kinder in ihrem ursprünglichen Glauben, dem in China verbotenen tibetischen Buddhismus, zu gewährleisten. Mit Kamah-Kleidung tut man also nicht nur sich selbst, sondern auch anderen etwas Gutes – ich wünsche Euch viel Spaß beim schauen, stöbern und shoppen in unserem Online-Shop!
